Eissurfen
Regelmäßige sportliche Betätigung tut gut und schützt vor Krankheiten. Auch im Winter gibt es Sportarten, die richtig Spaß machen: zum Beispiel Eissurfen auf zugefrorenen Seen.
Eissegeln oder Eissurfen ist eine beliebte Trendsportart, die in Kanada erfunden worden sein soll. Viele Windsurfer nutzen die kalte Jahreszeit, um ihrem Lieblingssport nachzugehen, indem sie einfach aufs Eis gehen. Aber auch für Anfänger ist das Eissurfen geeignet, da man hier eher absteigt, als dass man vom Brett ins Wasser fallen würde. Zudem ist es verhältnismäßig einfach, die Balance ohne besonderen Kraftaufwand zu halten.
Beim Eissurfen wird mit einem Surfsegel und auf einem besonderen Surfbrett, das auf Kufen liegt, auf einer Eisfläche gesegelt. Dabei sind Eissurfer relativ windunabhängig und können auf der Eisfläche beachtliche Geschwindigkeiten von sicherlich 100 Stundenkilometern erreichen. Gesteuert wird mittels einer lenkfähigen Achse, die mit der vorderen Kufe befestigt ist. Eissurfen bei schönem Wetter kann ein großer Spaß sein und ganz nebenbei zur Fitness im Winter beitragen.
Die richtige Ausrüstung | Eissurfen
Auf dem Eis besteht natürlich ein gewisses Verletzungsrisiko, dem einerseits durch umsichtiges Eissurfen begegnet werden kann. Winddichte Kleidung, ein Helm sowie Ellenbogen– und Knieschoner und Handschuhe erhöhen die eigene Sicherheit auf dem Eis. Geübte Eissurfer schwören auf den Nutzen von speziellen Polsterungen, wie sie beim American Football verwendet werden. Dadurch können Stürze auf die Hüfte oder den Steiß zumindest etwas abgemildert werden. Zudem empfiehlt es sich, die Schuhe mit Spikes auszustatten, um auf der glatten Eisoberfläche, aber auch auf dem Brett festen Tritt zu behalten.
Wie funktioniert Eissurfen
Zum Starten auf dem Eis wird das Segel aufrecht in den Wind gestellt. Sobald das Segel Druck bekommt, wird der vordere Fuß auf das Brett gestellt, mit dem hinteren kann nötigenfalls noch etwas Schwung geholt werden. Liegt Schnee auf der Eisfläche, kann dieser eine Bremswirkung haben. Durch den Druck, der auf das Segel ausgeübt wird, kann der Eissurfer nach vorn geschleudert werden. Hierfür gibt es spezielle Bretter, die ein Eissurfen auch auf Schneeschichten ermöglichen, wie den sogenannten „Snowfer“.
Sicherheit beim Eissurfen
Dass die Eisfläche tragfähig sein sollte, versteht sich von selbst. Klare Seen frieren langsamer durch. Zur Sicherheit nehmen Eissurfer oft einen sogenannten Eisretter mit zum Surfen. Diese werden um den Hals getragen und sind mit einer Trillerpfeife ausgestattet. Experimentierfreudige Eissurfer sollen hierfür auch angespitzte Schraubenzieher verwendet haben.