Tra­di­tio­nelle Chi­ne­si­sche Medi­zin | Ernäh­rung | Qi

Wuss­ten Sie, dass es in China spe­zi­elle Restau­rants gibt, in die man mit einem ärzt­li­chen Rezept gehen kann. Dort wird auf­grund die­ses Rezepts eine Mahl­zeit exakt auf die betref­fende Per­son  zubereitet.

Chinesisches Essen

Mit einem Rezept in ein Restau­rant zu gehen, um etwas für die Gesund­heit zu tun, davon sind wir mega­mei­len­weit ent­fernt. In China ist das üblich, da man in der Tra­di­tio­nel­len Chi­ne­si­schen Medi­zin – kurz TCM genannt -  kei­nen Unter­schied macht zwi­schen den Wirk­wei­sen von Medi­zin und Lebensmitteln.

Über die Lebens­en­er­gie Qi wis­sen wir dass sie bestimmt, ob wir krank oder gesund sind. Das bedeu­tet, dass wir unser Qi kräf­ti­gen und unter­stüt­zen müs­sen. Mit den ent­spre­chen­den Lebens­mit­teln ist dies laut der TCM möglich.

Je nach Krank­heits­bild kann es einer­seits sinn­voll sein, das Qi anzu­feu­ern oder auf der ande­ren Seite zu küh­len. Dem­ent­spre­chend wir­ken man­che Spei­sen küh­lend und man­che wär­mend. Davon sind die Anhän­ger der TCM über­zeugt. Auch unter­schied­li­che Zube­rei­tungs­ar­ten wir­ken ent­we­der küh­lend oder erwärmend.

Wel­che Art der Zube­rei­tung wirkt küh­lend auf das Qi

  • Ver­zehr unge­koch­ter Lebens­mit­tel, die im Kühl­schrank auf­be­wahrt werden
  • Lebens­mit­tel zu Eis ver­ar­bei­ten, zum Bei­spiel diverse Obstsorten
  • Lebens­mit­tel kei­men und quel­len las­sen, zum Bei­spiel Getreideflocken

Wel­che Art der Zube­rei­tung wirkt erwär­mend auf das Qi

  • scharfe Gewürze
  • kochen, gril­len braten
  • Ein­le­gen von Lebens­mit­teln in Öl oder Essig
  • Trock­nen von Lebensmitteln

Wie beein­flus­sen Lebens­mit­tel unser Qi – unsere Lebensenergie

  • heiß: den Qi-Fluss beschleu­ni­gen und Abwehr stär­ken durch scharfe Gewürze wie Fen­chel, Pfef­fer, Zimt oder Knob­lauch, Lammfleisch
  • warm: den Qi-Fluss beschleu­ni­gen zur Erwär­mung des Kör­pers durch Basi­li­kum, Senf, Küm­mel, fri­schen Ing­wer, Zwie­beln, Kakao, Rotwein
  • neu­tral: den Qi Fluss auf­bauen zur aus­glei­chen­den Wir­kung durch Hül­sen­früchte, Eier, Nüsse, Schweine– und Rind­fleisch, Kar­tof­feln, Milch Honig
  • kühl: den Qi Fluss ver­lang­sa­men zur Befeuch­tung der Schleim­häute durch Äpfel, Kohl­ge­müse, Oli­venöl, Pfef­fer­minz– oder Kamillentee
  • kalt: den Qi Fluss sehr stark ver­lang­sa­men zur Abküh­lung des Kör­pers durch Bana­nen, grü­nen Salat, Was­ser­me­lo­nen Spei­se­eis, Mineralwasser

Die TCM emp­fiehlt, sich nach einer Mahl­zeit wenigs­tens leicht zu bewe­gen. Viel Sport oder das Gegen­teil – ein Mit­tags­schlaf – sind nicht för­der­lich für die Verdauung.

Früh­stück in China zur Qi Stärkung

In China wird grund­sätz­lich warm gefrüh­stückt. Mein Freund war im Som­mer ein paar Tage in China und hat in einem ein­fa­chen Hotel gewohnt. Wer das deut­sche Früh­stück liebt, ist in China ent­täuscht. Dort gibt es meist ein war­mes Früh­stück in Form einer Suppe. Dies hat aber laut der TCM den Sinn, das Ver­dau­ungs­feuer zu stär­ken, um den Kör­per mit genü­gend Qi für den gan­zen Tag zu versorgen.

Wie Sie auf die­ser Inter­net­seite sehen kön­nen, gehört zur Ernäh­rung in der TCM noch mehr.

[IMG © flickr /Mario Spann cc]

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