Über­säue­rung: Basi­sche Ernährung

Gehört hat fast jeder schon mal von basi­scher Ernäh­rung, basi­schen Lebens­mit­teln, vom Säure-Basen Haus­halt. Die meis­ten Men­schen glau­ben aller­dings, dass sie das nichts angeht. Sie sind der Mei­nung, dass man sich nur dann basisch ernäh­ren muss, wenn man krank ist. Sie schei­nen diese Ernäh­rungs­form für ein Art “Medi­ka­ment” zu halten.

Basi­sche Ernäh­rung ist im Prin­zip wirk­lich so eine Art “Medi­ka­ment”. Der Irr­tum liegt aller­dings darin, dass die­ses nicht nur Kranke benö­ti­gen. Fast alle Men­schen – zumin­dest in den soge­nann­ten zivi­li­sier­ten Län­dern – sind heut­zu­tage über­säu­ert und legen damit den Grund­stein zu schwer­wie­gen­den Krank­hei­ten. Viele Kör­per­funk­tio­nen lau­fen nicht mehr so wie es sein sollte. Schuld ist in ers­ter Linie die fal­sche Ernährung.

Es soll hier mit dem Irr­tum auf­ge­räumt wer­den, dass basi­sche Ernäh­rung nur für Kranke wich­tig ist. Es soll des­wei­te­ren hier mit dem Irr­tum auf­ge­räumt wer­den, dass basi­sche Ernäh­rung – also gesunde Ernäh­rung — nicht schmeckt.

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Über­säue­rung: Basi­sche Ernäh­rung | Was bedeu­tet Säure-Basen-Haushalt

Wir spre­chen davon, dass der Säure Basen Haus­halt mög­lichst aus­ge­gli­chen sein sollte. In unse­rem Kör­per lau­fen stän­dig Pro­zesse ab, die je nach der zu erfül­len­den Auf­gabe ent­we­der ein sau­res oder ein basi­sches Milieu benö­ti­gen. Unser Kör­per ist stän­dig bemüht, den Säure Basen Haus­halt aus­zu­ba­lan­cie­ren. Beson­dere Mühe machen hier die Säuren.

Säu­ren wer­den aus­ge­schie­den über die Haut, über den Darm, über die Lunge und die Nie­ren. Ist der Anteil der Säu­ren sehr hoch, hat der Kör­per ein Pro­blem damit, sie los zu wer­den. Hier­durch tritt eine even­tu­ell zu starke Über­säue­rung ein, was zur Folge hat, dass die Nähr­stoffe nicht gut ver­wer­tet wer­den kön­nen. Die betrof­fene Per­son und deren Organe lei­den des­halb an Man­gel­er­schei­nun­gen. Der Säure Basen Haus­halt ist in Schieflage.

Über­säue­rung: Wie mer­ken wir, dass wir über­säu­ert sind

Ein über­säu­er­ter Kör­per, des­sen Säure Basen Haus­halt kom­plett aus dem Gleich­ge­wicht gera­ten ist, mel­det sich mit stän­di­ger Müdig­keit mit Ener­gie­lo­sig­keit, was noch die harm­lo­ses­ten Beschwer­den sind. Men­schen mit über­säu­er­tem Kör­per haben schlechte Nägel, Zähne, Haare, Haut, Bin­de­ge­webe. Krank­hei­ten wie Gicht, Rheuma, Migräne, viele All­er­gien, Darm­pro­bleme kön­nen sich eben­falls auf eine Über­säue­rung zurück­füh­ren lassen.

Auch mit den in den Apo­the­ken ange­bo­te­nen pH-Streifen kann fest­ge­stellt wer­den, ob jemand über­säu­ert ist.

Gesunde Ernäh­rung bei Über­säue­rung | Basi­sche Ernäh­rung

Der erste Schritt in Rich­tung Gesund­heit bei einem über­säu­er­ten Kör­per ist die Umstel­lung auf eine andere Ernäh­rung. Dies bedeu­tet aber nicht, dass Sie künf­tig auf irgend­et­was ver­zich­ten müs­sen. Es gilt hier, die Balance zwi­schen säu­re­hal­ti­gen und basi­schen Lebens­mit­teln zu fin­den. Dazu gibt es sehr viele Gesundheits-Ratgeber in Form von Büchern.

Hier eine kleine Über­sicht über basi­sche Lebensmittel

  • basen­bil­dend sind unter ande­rem diese Obst­sor­ten:  Äpfel, Ana­nas, Apri­ko­sen, Bana­nen, Bir­nen, Cle­men­ti­nen, Pfir­si­che, Erd­bee­ren, Pam­pel­mu­sen, Johan­nis­bee­ren, Kir­schen, Man­da­ri­nen, Orangen
  • basen­bil­dend sind unter ande­rem diese Gemü­se­ar­ten: Auber­gi­nen, Paprika Blu­men­kohl, grüne Boh­nen, Brok­koli, Radies­chen, Chi­na­kohl, Rote Beete, Rot­kohl, fri­sche Erb­sen, Karot­ten, Kar­tof­feln, Kohl­rabi, Lauch,
  • basen­bil­dend sind unter ande­rem diese Pilze: Mor­chel, Pfif­fer­ling, Aus­tern­pilz, Cham­pi­gnon, Cham­pi­gnon, Shii­take, Steinpilz
  • basen­bil­dend sind unter ande­rem diese Salate: Chi­na­kohl, Chi­co­ree, Eich­berg­sa­lat, Eis­berg­sa­lat, Lollo Bionda Salat, Endi­vien, Feld­sa­lat, Radic­chio, Kopfsalat
  • basen­bil­dend sind unter ande­rem diese Kräu­ter: Basi­li­kum Majo­ran, Meer­ret­tich, Brun­nen­kresse, Bor­retsch, Mus­kat­nuss, Nel­ken, Ore­gano, Pfef­fer, Dill, Ing­wer, Küm­mel, Thymian
  • Spros­sen, Samen und Nüsse sind meist auch basenbildend

Wie Sie jetzt schon erken­nen kön­nen, besteht gute basi­sche Kost aus wohl­schme­cken­den Lebens­mit­teln und nicht aus etwas, wozu man sich zwin­gen müsste.

Es gibt übri­gens auch noch Lebens­mit­tel, die man als neu­tral bezeich­net, die also weder basen– noch säu­re­bil­dend sind. Hierzu zäh­len zum Bei­spiel But­ter, pflanz­li­che Öle,  Sau­er­kraut und Was­ser ohne Kohlensäure.

Säu­re­hal­tige Lebens­mit­tel sind unter anderem:

Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Quark, alles Gegrillte und Gebra­tene, Alko­hol, Süßig­kei­ten, Weiß­mehl­pro­dukte. Keine Sorge, Sie brau­chen nicht kom­plett auf diese Lebens– und Genuss­mit­tel zu ver­zich­ten, son­dern nur die rich­tige Balance finden.

Um sich künf­tig gesün­der, basi­scher zu ernäh­ren, müss­ten Sie die oben genann­ten basi­schen Lebens­mit­tel in einem Men­gen­ver­hält­nis mit den sau­ren Lebens­mit­teln so kom­bi­nie­ren, dass dies für den Kör­per gut ist. 80 Pro­zent basi­sche Lebens­mit­tel plus 20 Pro­zent säu­re­hal­tige Lebens­mit­tel wären opti­mal. In Rat­ge­bern für Gesund­heit steht oft, dass etwa 3/4 auf dem Tel­ler Gemüse und Kar­tof­feln sein soll­ten und 1/4 Fleisch oder Fisch.

Basen­fas­ten: Den Säure-Base Haus­halt im Kör­per

Per­so­nen, die kom­plett über­säu­ert sind und dadurch krank wur­den, soll­ten sich Gedan­ken über eine Basen­fas­ten­kur machen. Das Ziel des Basen­fas­tens ist es, gif­tige Stoff­wech­sel­rück­stände und Abla­ge­run­gen abzu­bauen und dies nicht durch ein Frust– oder Ver­zichts­fas­ten son­dern mit guten und basen­über­schüs­si­gen Lebens­mit­teln. Nach Mög­lich­keit sollte wäh­rend des Basen­fas­tens kom­plett auf die Säu­re­bil­der ver­zich­tet wer­den. Alle Organe, die am Stoff­wech­sel betei­ligt sind, wer­den durch das Basen­fas­ten inten­siv gerei­nigt und der Kör­per ent­las­tet. Am bes­ten lässt man sich von einem Arzt oder Heil­prak­ti­ker beraten.

Der Voll­stän­dig­keit hal­ber soll hier erwähnt wer­den, dass auch Bewe­gung, Stress­ab­bau, basi­sche Bäder, Basen­pul­ver oder auch Ent­schla­ckungs­tees dem Kör­per bei der Ent­säue­rung helfen.

Ganz zum Schluss ein Zitat von Para­cel­sus (1493 – 1541), der in einem Satz alles sagt:  „Man gebe dem Kran­ken keine aus­ge­laug­ten, ent­wer­te­ten, ver­fei­ner­ten, gebleich­ten, leicht gefärb­ten und mit allen erdenk­li­chen Che­mi­ka­lien halt­bar gemach­ten „Ster­be­mit­tel“, son­dern urge­sunde und voll­wer­tig natur­nahe ‚Lebens­mit­tel´, durch die allein die Sonne ihre Strah­len in uns schickt.“

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